Von der Blindbewerbung zur Geschäftsleitung

Nicola Just, Geschäftsleitung Kurhaus Wohnresidenzen GmbH

Der erste Oktober vor 25 Jahren - ein spannender Rückblick mit Nicola Just.

Das Uni-Diplom gerade frisch in der Tasche, bewarb sich Nicola Just im Kurhaus am Park. Das Arbeiten mit alten Menschen kannte sie von diversen Jobs als Studentin.  Nicola Just bewarb sich eigeninitiativ, also „blind“ und vollkommen nichtsahnend, dass sie Tage später tatsächlich nahezu blind im Vorstellungsgespräch sitzen sollte. Eine dicke Rauchwolke verhinderte die klare Sicht auf ihren zukünftigen Vorgesetzten.

DAMALS war noch so einiges anders... zum Beispiel wurde auf vielen Dienststellen - so auch in den Büros des Kurhauses - noch kräftig geraucht.

Trotz eingeschränkter Sicht war man sich schnell einig und die frisch gebackene Diplompädagogin startete ihren Job im Team des Sozialtherapeutischen Dienst (STD). Der STD war zu dieser Zeit der Pflegedienstleitung unterstellt. Zum Konzept gehörte dass jede/r Mitarbeiter*in des damals dreiköpfigen Teams vier Wochen in der Pflege arbeitete, um einen authentischen Einblick in diesen Bereich zu bekommen.   

Das bis dato vertrauensvolle Verhältnis der heutigen Geschäftsführerin zu vielen der langjährigen Mitarbeiter*innen stammt noch aus dieser Phase.

Der erste Arbeitstag...

Ihren ersten Arbeitstag im Kurhaus hat Nicola Just noch ganz genau vor Augen - so als wäre dieser gestern gewesen: Ihre allererste Aufgabe war schon ein bisschen kurios... (man erinnere sich bitte, Arbeitsbeginn war der 01.10.), sie solle bitte den Maibaum aus dem Verdi-Saal entsorgen...

Schnell erkannte man die wahren Kompetenzen von Nicola Just. Bereits ein knappes Jahr später übernahm sie die Leitung des STD. Der STD hatte sich mittlerweile zu einem eigenständigen Arbeitsbereich mit weit aus mehr Mitarbeiter*innen - u.a. Ergo- und Sozialtherapeut*innen - entwickelt. Nicola Just war an dieser Reform in prägender Weise beteiligt. Die Erweiterung des Qualitätsmanagements zum Beispiel und die Einbindung des Dokumentationssystems in die Bereiche des STD gingen auf die Initiative der heutigen Geschäftsführerin zurück.

Lachend erzählt Nicola Just wie oft sie in den letzten 25 Jahren im Kurhaus bereits umgezogen ist. Im Untergeschoss, im ehemaligen Verdi-Saal, ging’s los. Zwischenstationen für die Büros von Nicola Just waren der heutige Umkleideraum (Nie ohne meinen IKEA-Schreibtisch!), der Vorraum des Friseursalons (Super, es gibt ein Fenster!), das jetzige PDL-Büro (inklusive schwerem Mahagoni-Schreibtisch), der Verwaltungstrakt im ersten Obergeschoss - auch mal das riesige Büro der Geschäftsleitung, die Küche (ja, die Küche samt Aktenablage im Backofen) und nun „ganz oben“ unterm Dach im Verwaltungstrakt.

2009 erhielt Nicola Just das Angebot die Geschäftsleitung im Kurhaus zu übernehmen. Olaf Brähmer, der das Potenzial seiner Mitarbeiterin sehr wohl erkannte, sorgte sich, dass sie unterfordert sein könne... Nicola Just schlug eine „Probezeit“ von zwei Jahren vor. Nebenbei absolvierte sie eine Weiterbildung zur Betriebswirtin für die Soziale Arbeit und übernahm anschließend - gemeinsam mit Olaf Brähmer - die Geschäftsleitung.

Über 100 Namen und unzählige Geschichten

Heute ist sie vor allem im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Personalmanagement tätig.

So führt sie mit allen neuen Mitarbeiter*innen zu Anfang ein kurzes Gespräch. Und das bleibt nicht nur bei den Mitarbeiter*innen im Gedächtnis. 
Immer wieder positiv - und besonders vom Team hervorgehoben - wird die Tatsache, dass Nicola Just jede und jeden der über 100 Mitarbeiter*innen mit Namen begrüßen kann. Und nicht nur das... Bei langjährigen Mitarbeiter*innen erkundigt sich Nicola Just schon mal nach der Familie, den Kindern, den Hobbies oder dem letzten Urlaub...

Auf ihr Elefantengedächtnis angesprochen, erklärt Nicola Just wie wichtig diese persönliche und familiäre Atmosphäre ist, für die Mitarbeiter*innen, die ohne Scheu mit jedem Anliegen zu ihr kommen können genauso wie für sie selbst.

Wahrscheinlich ist es genau dieser Punkt, der verantwortlich dafür ist, warum sie noch nie ernsthaft daran gedacht hat, nicht mehr im Kurhaus am Park zu arbeiten. Sicher schätzt sie auch die Freiheit in der Gestaltung ihres Arbeitsalltags und die Tatsache, vieles im Kurhaus erreicht und geschaffen zu haben - aber besonders wichtig sind ihr die Menschen im Haus. Mit einigen arbeitet sie schon seit rund 20 Jahren zusammen. Freundschaften sind entstanden - sie haben gemeinsam viel erreicht. 

Nicht mehr Teil dieses Teams zu sein, das kann sich Nicola Just einfach nicht vorstellen.

Letzte Frage: Nach 25 Jahren Kurhaus, welche Ereignisse sind unvergessen...

Tief ins Gedächtnis eingegraben, hat sich das Hochwasser von 2005. Die Renovierung der Gartenlaube - ein Veranstaltungsraum im Untergeschoss - war soeben fertiggestellt - da lief das Wasser (ähnlich wie in diesem Jahr) den Steimelsberg hinunter. Geflutet wurde nicht nur die frisch renovierte Gartenlaube, sondern zahlreiche Räume im Untergeschoss. Vom Friseursalon über Lager- und Bewohnerräume bis zur Küche: „Alles stand unter Wasser, vieles musste entsorgt werden, alle Böden rausgerissen - ein Anblick, den man nicht vergisst!“

Gut erinnern kann sich Nicola Just auch an die Organisation ihrer ersten Kurhaus-Weihnachtsfeier. Gewünscht war ein großes stimmungsvolles und besinnliches Event mit allen Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen. Auch eine Rede sollte Nicola Just halten. Gerade mal zwei Monate im Haus - davon einen Monat in der Pflege - waren Lampenfieber und Nervosität natürlich vorprogrammiert. Zum Glück konnte Nicola Just auch schon damals - nach ihrer relativ kurzen Zeit im Kurhaus - auf eine breite Unterstützung ihrer neuen Kolleg*innen zählen. Viele weitere stimmungsvolle Weihnachtsfeiern sollten folgen - die allererste allerdings wird Nicola Just niemals vergessen.

Und zum Schluss ein Motto, das immer aktuell bleibt!

Dies ist nicht der erste Artikel, der über Nicola Just erscheint. Neben verschiedenen Pressemitteilungen und Artikeln rund um ihr Wirken im Kurhaus wurde Nicola Just vor 25 Jahren nach ihrem Leitgedanken, ihrem Motto gefragt. 

Damals antwortete sie „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“.

Im Rahmen ihres 25-jährigen Jubiläums ist ihr bewusst geworden wie sie dieser Leitgedanke über 25 Jahre im Kurhaus begleitet hat. Noch heute ist dieser Gedanke für Nicola Just so aktuell wie bereits 1996.

Wir gratulieren herzlich!

Noch mehr über Nicola Just?

https://kurhaus-hennef-jobs.de/story/danke

https://kurhaus-hennef-jobs.de/story/schoenes-haus-in-parknaehe-gerne-an-kurhaus-mitarbeiter-zu-vermieten

 

Noch mehr Jubiläen?

https://kurhaus-hennef-jobs.de/story/20-jaehriges-jubilaeum-und-renteneintritt