Unwetter in Hennef zeigt Teamgeist à la „Kurhaus am Park“

Foto: Der Kurhaus Flur steht bis zu 40 cm unter Wasser.

„...wirklich unfassbar hilfsbereit!“

Es ist gerade mal einen Monat her... Der Regen wollte einfach nicht mehr aufhören. Pünktlich zum Wochenende, in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni, sorgte ein sintflutartiger Starkregen dafür, dass in Hennef Keller und Unterführungen voll liefen, Gärten und Garagen zerstört wurden, Hänge abrutschten und zahlreiche Straßen des Stadtgebietes Hennef regelrecht überflutet und nicht mehr passierbar waren.

Am nächsten Tag waren die Medien voll von Nachrichten über die Auswirkungen des Unwetters... Zum Glück wurde niemand verletzt!

Über 300 Einsätze der Feuerwehr wurden in dieser Zeitspanne für Hennef gezählt.

Einer dieser Einsätze ereignete sich bei uns im Kurhaus am Park. Bis nach Mitternacht sollte es dauern, bis die Feuerwehr im Kurhaus das Wasser, das sich seinen Weg durch Türen und Abflüsse gebahnt hatte, abgepumpt hatte. Doch nicht nur die Feuerwehr sorgte für tatkräftige Unterstützung bei der Beseitigung aller Schäden.

Der Starkregen zeigte vor allem eins: Ein starkes Kurhaus-Team!

Ohne Zögern oder Lamentieren, sondern spontan, herzlich und tatkräftig reagierten die Kolleg*innen des Kurhauses am Park.

So blieben Mitarbeiter*innen nach dem Spätdienst im Kurhaus, packten an und schafften Möbel sowie Elektrogeräte ins Trockene.

Mitarbeiter*innen des Technischen Dienstes, aus der Waschküche, der Küche, der Pflege und der Rezeption verzichteten auf ihren Feierabend oder machten sich (nach einem Anruf oder auch einfach nur so) trotz teilweise unpassierbarer Straßen von zu Hause auf den Weg ins Kurhaus am Park. Sogar Ehemänner von Mitarbeiter*innen wurden bei dem Aufräumarbeiten gesichtet.

Mit Muskelkraft, Wasserschiebern, zu Dämmen umfunktionierten Bettlaken und eben jeder Menge TEAMGEIST, schafften es alle gemeinsam bis 1.30 Uhr die gröbsten Verwüstungen in den Griff zu kriegen.
 

Fahrstuhl unter Wasser und Pizza für den Notfall

Für die Bewohner*innen begann das Wochenende nach der Sintflut zwar mit ungebügelter Bettwäsche... Michael Christmann, Leitung Waschküche: “Das ist schrecklich!“ ... aber weitestgehend ohne große Störungen.

Christmann war nach einem Anruf von Nicola Just (Geschäftsleitung) direkt in „seine Waschküche“ gedüst, konnte aber trotz Unterstützung seiner Kolleg*innen Großgeräte wie die schwere Mangel nicht mehr retten. So stand das Wasser in der frisch sanierten Waschküche gegen 22 Uhr bereits 40 cm hoch. Der Fahrstuhl, der die Waschküche mit dem Erdgeschoss des Kurhauses verbindet, stand komplett unter Wasser. Die Waschküche muss nun, nachdem sie mehr oder weniger gerade erst fertig umgebaut war, kernsaniert werden. In dieser Zeit wird die Waschküche umziehen. „Eine neue Herausforderung, aber das Team hält zusammen“ schätzt Angela Finette (Mitarbeiterin in der Waschküche) die Lage ein. 

Auch die Devise der Küchenleitung Angela van der Wal fiel optimistisch aus: „Klar Schiff machen, damit am nächsten Tag wieder gekocht werden kann“. Um „ihre Küche im Kurhaus“ zu retten, war Angela van der Wal, obwohl die Feuerwehr in ihrem eigenen Zuhause im Einsatz war - mit dem JobRad gegen 20.00 im Kurhaus eingetroffen. Dort konnte sie auf zahlreiche Helfer*innen und den glücklichen Umstand zählen, dass Herd und andere Geräte verschont blieben. Aber auch für den schlimmsten Fall wäre die Küche gerüstet gewesen: „Dann muss halt Pizza bestellt werden“ so Angela van der Wal lachend.

Der dritte Schauplatz - drei Räume im Untergeschoss - ließen das Wasser über ihre Terrassen hinein. Die Bewohner*innen mussten „evakuiert“ werden. Sobald ihre Zimmer wieder renoviert sind, können sie die Räume wieder beziehen.

Für das koordinierte und umsichtige Beseitigen aller Schäden - während des Unwetters aber auch an den Folgetagen - war das engagierte Team des Technischen Dienstes verantwortlich. Dank seines professionellen Einsatzes konnten größere Schäden verhindert werden.

Ein dickes Dankeschön für die beispielhafte Solidarität

Nicola Just (Geschäftsleitung), die ebenfalls überall im Einsatz war und mit „Schlüsselgewalt“ und Weitsicht Rettungskräfte und Helfer*innen koordinierte, bedankt sich herzlich bei allen Mitarbeiter*innen: „Ich möchte mich - auch im Namen von Herrn Brähmer - für den tatkräftigen Einsatz vergangenes Wochenende bedanken! Dies ist sicher nicht selbstverständlich. Bereits am Samstag sah es in vielen Bereichen aus als wäre nichts gewesen. Das Helfen untereinander war wirklich bemerkenswert!“.


Sie haben ebenfalls gute Erfahrungen mit dem Teamgeist im Kurhaus gemacht? Wir freuen uns über Ihre Geschichte.