Eine Landwirtin im Kurhaus...

Brigitte Matena feiert im Juni ihr 25-jähriges Jubiläum im Kurhaus am Park

Wie Brigitte zur "Allrounderin" in der Hauswirtschaft wurde

Brigitte Matena feiert im Juni ihr 25-jähriges Jubiläum im Kurhaus am Park! Ihre Geschichte zeigt exemplarisch, wie unterschiedlich die Biografien unserer Mitarbeiter*innen sein können. Der gerade Weg, von der Schulbank über die Ausbildung zum/zur Pfleger*in oder Hauswirtschafter*in direkt in den Job, ist eher selten. Viele unserer Mitarbeiter*innen haben nach der Schule erst einmal eine ganz andere berufliche Richtung gewählt, oft motiviert durch die Familie oder den elterneigenen Betrieb, so auch Brigitte Matena. Dass Frau Matena nun ihr 25-jähriges Jubiläum im Kurhaus am Park feiern kann, verdankt sie eigentlich einem Zufall...

Als Brigitte ihre erste Stelle im Kurhaus am Park antrat, war sie 30 Jahre alt und ausgebildete Landwirtin. Gearbeitet hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich auf dem Hof der Eltern, dem Gut Petershohn.

Ihre damalige familiäre Situation war so, dass sich Brigitte gerne beruflich verändern wollte. Sie war auf der Suche nach einem Unternehmen, das ihr einen abwechslungsreichen Job und gleichzeitig ausreichend Sicherheit bieten konnte.

Eine Bekannte von Brigitte, die im Kurhaus am Park an der Rezeption arbeitete, bestärkte sie nicht nur darin sich im Kurhaus vorzustellen, sie vereinbarte auch direkt einen Termin mit Gisela Goetz, der Leiterin des Bereichs Hauswirtschaft im Kurhaus.

Nach dem Treffen, das „recht positiv verlief“ trat die ehemalige Landwirtin die erste Teilzeitstelle ihres Lebens an. Ihr neuer Einsatzort: Die Spülküche. Schon nach wenigen Monaten fing Brigitte an die Küchencrew nicht nur beim Aufräumen und Spülen, sondern auch in der „Kalten Küche“ zu unterstützen. Brot schneiden, Rohkost anrichten, Schinken, Käse und Salate proportionieren gehörte genauso dazu wie „tonnenweise“ Zwiebeln, Möhren und Gurken zu hobeln, Salate zu putzen und Kartoffeln zu schälen...

Für Brigitte eine „schöne, manchmal auch recht derbe Zeit“, die besonders von dem humorvollen Umgang unter den Kolleg*innen geprägt war. So kann sie sich noch sehr gut daran erinnern, wie ihr damaliger Vorgesetzter, Herr Schönenberg, sie mit einer gekühlten Flasche Sekt, Gläsern und dem Auftrag durchs Haus schickte - alles bei Gisela Goetz abzuliefern, die an dem Tag Geburtstag habe. Sie solle nicht eher zurückkehren bis sie das Geburtstagskind gefunden habe, so der Auftrag. Brigitte lief durchs Haus, das Geburtstagskind war unauffindbar, der Sekt wurde langsam warm und als sie nach ihrer Tour über alle Flure und Etagen leicht genervt zurückkehrte, immer noch mit der Flasche in der Hand, traf sie auf Herrn Schönenberg und ein sehr amüsiertes Küchenteam. Die freuten sich gemeinsam über ihren gelungen Aprilscherz. „Dafür“, lacht Frau Matena,  „wurde Herr Schönenberg allerdings im nächsten Jahr kräftig in den April geschickt...“  

Nach fast 10 Jahren im Küchenteam wechselte Brigitte in die Wäscherei. Hier blieb sie einige Jahre bevor sie erneut wechselte: Seit 10 Jahren arbeitet Brigitte nun in der Raumpflege. „Alles in allem bin ich hier zu einer "Allrounderin" in der Hauswirtschaft geworden.

Das Kurhaus, ein Betrieb „mit dem ich langsam wachsen konnte ...“

Auf die Frage, was Brigitte an ihrem Arbeitgeber schätzt und warum sie dem Kurhaus so lange treu geblieben ist, rückt schnell der Aspekt in einem Familienbetrieb zu arbeiten in den Fokus.

Waren es zunächst die Erreichbarkeit des Kurhauses und die Erzählungen ihrer Bekannten, was Brigitte dazu bewog, sich dort zu bewerben - stellte sie schnell fest, das ihr neuer Arbeitgeber, das Kurhaus, "etwas ganz Besonderes ist“. Brigitte beschreibt das Kurhaus am Park als Familienunternehmen „mit dem ich langsam wachsen konnte“, ein Betrieb, der „wann immer ich Sorgen hatte ein offenes Ohr für mich hatte“.

Auch die Abwechslung im Job, die sie während ihrer langjährigen Tätigkeit in der Hauswirtschaft erlebte, war für Brigitte wichtig.
„Kein Tag war wie der andere und ich konnte im Laufe der vielen Jahre immer wieder neue Kolleg*innen kennen und schätzen lernen“. Beim Stichwort Kolleg*innen nennt Brigitte sofort begeistert die „gegenseitige Wertschätzung“ und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Team. „Es war immer schön, mich dazugehörig fühlen zu können!“ So lädt die Küchencrew Brigitte immer noch zum Kegeln ein, obwohl sie schon lange das Team gewechselt hat.

Zum Thema „Kegeln“ fällt Brigitte das Programm ein, welches das Kurhaus für seine Mitarbeiter*innen organisiert.

Egal ob Grillfest im Park, festlicher Brunch zum Muttertag, Motto-Feiern, Karnevalssitzung, Rosenmontagszug, Gesangskonzerte oder Rückenschule...
Im Laufe der Jahre gab es unzählige Angebote, die sie „als echter "Kurhausler" auch immer gerne angenommen“ hat.
Vielleicht mit ein Grund dafür, dass sich Brigitte nach 25 Jahren Kurhaus ein bisschen fühlt wie Inventar ;-)
Im Gespräch mit Gisela Goetz beschreibt es Brigitte Matena so: „Jetzt haben wir Silberhochzeit. Bis zur Goldhochzeit werden wir es wahrscheinlich nicht mehr schaffen, aber ich hoffe auf noch sehr viele, schöne und ereignisreiche Jahre hier im Kurhaus.“

Wir gratulieren Brigitte Matena ganz herzlich zum 25-jährigen Jubiläum und bedanken uns bei der ehemaligen Rezeptionistin Helga Schmitz dafür, dass sie damals das Treffen mit der Leiterin der Hauswirtschaft arrangierte.