„Das Umkleiden dauert nun deutlich länger...“

Schutzmaßnahme im Kurhaus am Park: Mitarbeiter mit Corona Schutzoverall

Auf die Plätze fertig, Schutz!

Seit fast einem Jahr leben wir alle mit den Herausforderungen der weltweiten Corona-Pandemie. Unsere Bewohner*innen im Kurhaus sind allein aufgrund ihres Alters natürlich besonders stark gefährdet.

Um sie und auch unsere Mitarbeiter*innen adäquat vor einer Ansteckung und Erkrankung zu schützen, hat das Kurhaus am Park schon früh Hygienemaßnahmen ergriffen. Los ging es mit einem umfangreichen Hygiene- Konzept, das sich zunächst auf das Tragen von FFP-2-Masken sowie die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Augen- und Mundschutz) konzentrierte.

Als Anfang diesen Jahres leider auch bei uns im Kurhaus am Park das Virus ausgebrochen war, wurden die hauseigenen Schutzmaßnahmen daran angepasst. Das hatte natürlich Auswirkungen auf alle Abläufe im Job-Alltag. Ab sofort dauerte z.B. das Umkleiden besonders dann deutlich länger, wenn es um die Versorgung der positiv getesteten Bewohner*innen ging.

30 Schutzoveralls am Tag. 

Statt Schutzkittel musste hier ein Schutzoverall getragen werden, ergänzt um Haarnetz, Visier oder Schutzbrille, Füßlinge über den Schuhen und natürlich Maske und Handschuhe. Das Tragen einer FFP-3-Maske sowie ein Wechsel der Maske alle drei Stunden war hier Pflicht.
Wie aus Pfleger Florian, der im Dienst normalerweise T-Shirt und Hose trägt, ein „Marsmensch“ - so der Kommentar einer Bewohnerin - wurde, zeigen die Fotos sehr gut. 

Dass das permanente Umziehen die eigene Flexibilität einschränkt, kann sich jeder gut vorstellen... Um im Notfall schnell handeln zu können, wurde beschlossen, dass es immer eine Person aus dem Team geben musste, die bereits in einer Schutzausrüstung steckt.

Trotz diverser Strategien den Wechsel der Ausrüstung zu reduzieren, wurden täglich etwa 30 Schutzoveralls (für zwei Wohngruppen) gebraucht. Der Verbrauch der Schutzkittel, die auf allen Wohngruppen getragen werden mussten, war noch höher.

Engpässe in der Versorgung gab es dank einer vorausschauenden Logistik nicht:

So bestellte die stellvertretende Pflegedienstleitung Materialien über verschiedene Medizinproduktfirmen. Hatten diese Lieferprobleme, wurde „gegebenenfalls mal eine Lieferung selbst abgeholt“.

Coronatauglich: Eine Abholstation für Wäsche, Lebensmittel und Briefe...

Um die Versorgung der Wohngruppen mit Lebensmitteln, Kleidung und Schutzausrüstung ohne persönlichen Kontakt mit Mitarbeiter*innen aus anderen Arbeitsbereichen und Wohngruppen sicherzustellen, wurden Abholstationen eingerichtet. Dort landete alles von Wäsche, Essen, Briefen, Lebensmitteln und Blumen für die Bewohner*innen.

Für Florian und die anderen Mitarbeiter*innen des Kurhauses hat sich in dieser Zeit ganz schön viel verändert - der Anspruch flexibel und belastbar zu sein ist hoch. Der Kommentar von Florian dazu ist - wie erwartet - auch ziemlich pragmatisch: Zum Glück müssen wir das alles nicht im Sommer tragen.

Hoffentlich!